Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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„Noch einige Tage Geduld haben. Einige Tage, gu⸗ ter Junge, ſind keine Ewigkeit; habt Geduld!“

„Wie lange?“

Da ſtehen wir am Graben, dachte Don Abbondio bei ſich ſelbſt, und mit einer zierlicheren Geberdung, als ſonſt ihm eigen war, ſagte er:„Ei nun, in funfzehn Tagen werde ich's zu machen ſuchen.“

„In funfzehn Tagen? Das nenn' ich wirklich eine Neuigkeit! Was Sie nur gewollt haben, iſt geſchehen, der Tag iſt beſtimmt, er kommt, und nun ſagen Sie mir, ich ſolle funfzehn Tage warten. Funfzehn Tage!“ wieder⸗ holte er mit einer hoͤheren und entruͤſteteren Stimme. Dabei ſtreckte er den Arm aus, und hielt die geballte Fauſt in der Luft; wer weiß, welchen teufliſchen Begriff er mit der Zahl Funfzehn verbunden haͤtte, wenn Don Abbondio ihn nicht unterbrach, und ihn mit furchtſamer geſchaͤftiger Freundlichkeit bei der andern Hand faßte.„Still, ſtill!“ rief er ihm zu;„um des Himmels Willen, gerathet nicht außer Cnh Ich werde ſehen, ich tiu ſuchen, ob in einer Woche—

„Und was hab' ich Lucien zu ſagen?“ fragte Renzo.

„Daß ich mich dabei verſehen habe.“

„Und das Gerede der Leute?“

„Sagt nur, daß ich einen Bock geſchoſſen habe, aus zu großer Eilfertigkeit, aus zu gutem Herzen; werft nur die ganze Schuld auf mich. Kann ich beſſer mit Euch ſprechen? Geht, in einer Woche“—

„und dann ſollen ſich keine andern Hinderniſſe mehr finden?“

„Wenn ich Euch ſage“—