————
—
———
— 31—
„Aber was Sie dabei zu thun bnben iſt ſo ſchnell abge⸗ macht und ſtrengt ſo wenig an—
„und dann, ferner—“
„Ferner, was ferner, Herr Pfarrer?“
„u und ferner iſt die Geſchichte ein verwickelter Haudel.“ Ein verwickelter Handel?“ fragte Renzo.„Wo kann in ler Welt die Verwickelung da ſtecken?“
„Ihr muͤßtet Euch an meiner Stelle befinden, um ein⸗ zuſehen, wie viele Verdrießlichkeiten es in dergleichen Din⸗ gen giebt, und was Unſereiner Alles zu verantworten hat. Ich bin zu milden Herzens, ich denke nur dran, die Hin⸗ derniſſe aus dem Wege zu raͤumen, Allees leicht zu machen, die Sachen nach dem Belieben anderer Leute einzurichten: dabei uͤberſehe ich meine Pflicht, und dann ſetzt es Vor⸗ 1 wuͤrfe oder wohl noch was Schlimmeres.“
„Aber in des Heilands Namen/“ rief Renzo,„ſpannen Sie mich nicht ſo auf die Folter, Herr Pfarrer, und ſagen Sie mir endlich einmal rund heraus, wie es damit ſteht.”
„Wißt Ihr, wie viele und mancherlei Formalitaͤten noͤthig ſind, um eine Ehe nach der Vorſchrift zu voll⸗ ziehen?“
„Ich muß wohl nach gerade etwas davon wiſſen,“ ſagte Renzo, indem er ein wenig in Heftigkeit gerieth,„nachdem Sie mir die Tage her hinlaͤnglich den Kopf damit warm gemacht haben. Und jetzt iſt irgend etwas zu beſchleunigen unterlaſſen worden? Iſt nicht Alles geſchehen, was ge⸗ ſchehen mußte?“
„Alles, moͤchtet Ihr meinen,“ ſagte Don Abbondio. „Habt Geduld; der Dummkopf bin ich, der ich meine Pflichten vernachlaͤßige, um die Leute nicht zappeln zu laſ⸗


