Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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gen auf Lucien geworfen, hatte er wie ein ſorgfaͤltiger Hausherr gewirthſchaftet, und brauchte ſich um ſein taͤgli⸗ ches Brod nicht bange ſeyn zu laſſen. Er erſchien vor Don Abbondio in hohem Staat; eine buntfarbige Feder ſchmuͤckte ſeinen Hut, ein Dolch mit ſchoͤnem Griffe ſteckte in der Seitentaſche der Beinkleider; ſeine Miene hatte et⸗ was Feſtliches, zu gleicher Zeit aber auch etwas Keckes an ſich, wie man es damals ſelbſt an den ruhigſten Menſchen bemerkte. Mit dem froͤhlichen und zuverſichtlichen Beneh⸗ men des jungen Mannes ſtand der unſichere und geheim⸗ nißvolle Empfang auf Don Abbondio's Seite in einem ſeltſamen Widerſpruche.

Daß dem Pfarrer ſich irgend ein Gedanke im Kopfe eingeſponnen, begriff Renzo im Stillen ſehr bald.—„Herr Pfarrer,“ ſagte er darauf,„ich bin gekommen, um nach der Stunde zu fragen, wo wir uns, nach Ihrer Bequem⸗ lichkeit, in der Kirche einfinden ſollen.“—

„Welchen Tag meint Ihr?“ fragte Don Abbondio.

„Wie, welchen Tag? Erinnern Sie ſich nicht, daß eben Heute der feſtgeſetzte Tag iſt?“

„Heute?“ antwortete Don Abbondio, als wenn er zum erſten Mal von der Sache ſprechen hoͤrte.„Heute⸗ heute— Ihr muͤßt Geduld haben, aber heute kann ich nicht, heute nicht, heute nicht!“

„Heute koͤnnen Sie nicht! Was hat ſich denn er⸗ eignet?”“

„Erſtlich und hauptſaͤchlich beüinde ich mich nicht wohl, Ihr ſeht's.“ „ Das thut mir leid,“ entgegnete der junge Mann. 1. 3