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ten—„und kann ich nur dieſe wenigen Tage noch den jungen Menſchen hinhalten, habe ich gleich zwei Monate fuͤr mich gewonnen, und in zweien Monaten koͤnnen ſich große Dinge ereignen.“— Nun gings an eine Herzaͤh⸗ lung der Vorwaͤnde, die er in's Feld ſtellen wollte. Frei⸗ lich kamen ſie ihm ſelbſt ein wenig lokker vor; indeſſen ſuchte er ſich durch den Gedanken zu beruhigen, daß ſein Anſehen ihnen einigen Nachdruck verleihen, und ſeine wiel⸗ jaͤhrige Erfahrung ihm uͤber einen jungen unwiſſenden Menſchen hinlaͤngliches Uebergewicht verſchaffen werde.— Wir werden ſehen, ſagte er in Gedanken; er denkt an ſeine Geliebte, ich hab' an meine Haut zu denken; wer am mei⸗ ſten dabei auf dem Spiele ſtehen hat, das bin ich, bei Seite geſtellt, daß ich der Vernuͤnftigere bin. Guter Junge, wenn Du die Wunde in der Bruſt brennen fuͤhlſt, ſo weiß ich freilich nicht, was ich dazu ſagen ſoll; ich aber habe keine Luſt, uͤbel dabei wegzukommen.— Indem ſich ſein Gemuͤth bei dieſer Erwaͤgung ein wenig beruhigt hatte, konnte er endlich das Auge ſchließen. Aber welch ein Schlaf! Was fuͤr Traͤume! Bravi, Don Rodrigo, Renzo, enge Gaſſen, Felſen, Flucht, Verfolgung, Geſchrei, Flin⸗ tenſchuͤſſe——..
Nach einem Unfalle und in bedraͤngter Lage iſt das erſte Erwachen ein gar bitterer Augenblick. Kaum zu ſich ſelbſt gekommen, wendet ſich der Geiſt den gewohnten Ge⸗ danken des vorigen ruhigen Lebens zu; ſchnell aber tritt ihm die Vorſtellung vom neuen Stande der Dinge un⸗ freundlich entgegen, und dieſe augenblickliche Vergleichung erhoͤht den unmuth. Don Abbondio, welcher dieſen Mo⸗ ment in ſeiner ganzen Schmerzlichkeit empfunden, ging alle
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