Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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Zweites Kapitel.

Der Prinz von Condé ruhte, wie erzaͤhlt wird, waͤh⸗ rend der Nacht, welche dem Tage von Rocroy vorherging, in tiefem Schlafe; indeſſen war er theils durch Anſtren⸗ gungen ſehr ermuͤdet, theils hatte er bereits alle noͤthigen Vorkehrungen getroffen, und ausfuͤhrlich angegeben, was am naͤchſten Morgen geſchehen ſollte. Unſer Don Abbon⸗ dio dagegen wußte fuͤr jetzt noch nichts weiter, als daß morgen ein Tag der Schlacht ſeyn werde, und ſo war's kein Wunder, wenn ein großer Theil der Nacht in aͤngſt⸗

um die ſchurkenhafte Zumuthung, noch um die Drohungen zu kuͤmmern, und die Vermaͤhlung zu vollziehen, war ein Ausweg, welchen er nicht einmal in Erwaͤgung ziehen mochte. Das Ereigniß dem Renzo vertrauen, und mit ihm vereinigt nach irgend einem Mittel ſich umſehen— der Himmel ſteh' uns bei!„Laſſen Sie ſich keine Sylbe ent⸗ ſchluͤpfen, ſonſt—!“ hatte der eine der beiden Bravi ge⸗ ſagt, und waͤhrend dem guten Don Abbondio dieſes ſchauer⸗ Sonſt im Kopfe nachſummte, ſcheute er nicht bloß, Borſchrift zu uͤberſchreiten, ſondern bereute auch on, it Perpetua nur davon geplaudert zu haben. Flie⸗ hen? Wohin? Uund hernach? Wie viele Verwicklungen! Wie viel Rechenſchaft zu geben! Bei jedem Ausweg, den er verwarf, wendete ſich der arme Mann auf die andere Seite. Endlich ſchien es ihm am raͤthlichſten, den Renzo durch halbe Verſprechungen hinzuhalten. Auch fiel ihm hoͤchſt gelegen ein, daß an der geſehmaͤßigen Zeit zur Vermaͤhlung noch einige Tage fehl⸗

lichen Berathſchlagungen zugebracht wurde. Sich weder

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