Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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Neigung verſpuͤrte, ſich ſeines plagenden Geheimniſſes zu entledigen, als Perpetua, es in Empfang zu nehmen; nach⸗ dem er alſo immer ſchwaͤcher ihre neuen geſteigerten An⸗ griffe zuruͤckgeſchlagen, nachdem er ſie mehr als ein Mal hatte ſchwoͤren laſſen, daß ſie nicht einen Laut davon in die Welt fluͤſtern wuͤrde, erzaͤhlte er ihr endlich das trau⸗ rige Ereigniß. Jeden Augenblick gab es eine Unterbrechung, war ein„Weh mir!“ zu hoͤren. Als man darauf beim ſchrecklichen Namen des Herren ſtand, welcher den Auftrag gegeben, mußte ſich Perpetua durch einen neuen, weit feierlicheren Eid zur Verſchwiegenheit verpflichten, und da er den Namen ausgeſprochen, wandte ſich Don Abbondio nach der Lehne ſeines Seſſels zuruͤck, hob die Haͤnde, als gelte es zugleich einen Befehl und eine Bitte, und rief: „Um des Himmels Willen, Perpetua!“

„Jeſus Maria!“ rief dieſe.„O was fuͤr ein Schurke! Was fuͤr ein liſtiger Betruͤger! Ein Menſch ohne alle Gottesfurcht!“

„Willſt Du Dein Maul halten,“ ſiel ihr der Pfarrer in die Rede,„oder willſt Du mich ganz und gar zu Schanden machen?“

„Ei wir ſind hier allein, keine Seele hoͤrt uns. Aber wie werden Sie es nun mit der Sache halten, armer gu⸗ ter Herr?

„O da ſeh' Einer,“ ſagte Don Abbondio mit einer Stimme, die ziemlich nach Grimm klang,„da ſeh' Einer den ſchoͤnen Rath, den mir die Perſon zu geben weiß! Sie fragt mich, was ich thun werde, was ich thun werde; gerade als ſteckte ſie in der Klemme, und ich haͤtte es auf mich genommen, ſie wieder heraus zu arbeiten.“