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als waͤr es eine Arzneiflaſche geweſen, deren Inhalt man nicht ſchnell genug uͤber die Organe des Geſchmacks fort⸗ befoͤrdern kann.
„Sie wollen mich alſo wirklich ſo weit bringen,“ nahm die Haushaͤlterin das Wort,„daß ich hier und dort herumfragen muß, was fuͤr ein Zufall meinem Herren in den Weg gekommen ſey?“— Sie ſtand bei dieſen Worten gerade vor ihm, hatte beide Arme in die Seiten geſtuͤtzt, die Ellenbogen dabei ein wenig nach vorwaͤrts gekehrt, und ſah ihm ſo unverwandt in's Geſicht, als wollte ſie ihm ſein Geheimniß aus den Augen ſaugen.
ums Himmels Willen,“ rief der Pfarrer,„mache mir kein Geklaͤtſch, mache mir kein Geſchrei; es ſteht... es ſteht das Leben auf dem Spiel.“ 3
Das Leben?
„Das Leben,“ antwortete Don Abbondio.
„Sie wiſſen recht gut,“ meinte die Dienerin,„jedes⸗ mal, ſo oft Sie mir noch ctwas aufrichtig im Vertrauen mitgetheilt haben, iſts nimmermehr”—
Ei freilich,“ unterbrach ſie ihr Herr; zum Beiſpiel als—
Perpetua fuͤhlte, daß ſie eine falſche Seite angeſchla⸗ gen hatte. Sie aͤnderte alſo raſch den Ton, und ſagte mit einer bewegten Stimme, die zugleich bewegen ſollte:„Herr Pfarrer, ich bin Ihnen ſeit Menſchengedenken von Herzen ergeben geweſen, und wenn ich jetzt gern etwas erfahren moͤchte, ſo geſchieht's aus Eifer, weil ich Ihnen zur Huͤlfe kommen will, Ihnen einen guten Nath geben, Ihren Muth wieder aufrichten.“
Gewiß iſt's, daß Don Abbondio faſt eben ſo viele


