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dio's kleine geliebte Weinflaſche auf den Tiſch an ihren herkoͤmmlichen Platz ſtellte, und ſich langſam in Bewegung ſetzte. Sie hatte aber die Schwelle des kleinen Saales noch nicht beruͤhrt, als er ſchon mit ſo wildem Schritte hineintrat, mit einem ſo finſteren Blicke und einem ſo verwirrten Geſichte, daß es nicht einmal der gepruͤften Augen ſeiner Perpetua bedurfte, um beim erſten Zuſam⸗ mentreffen ſchon die Entdeckung zu machen, ihm ſey etwas ganz Außerordentliches begegnet.
„Barmherziger Himmel! Was fehlt Ihnen, lieber Herr?
„Michts, gar nichts,“ erwiederte Don Abbondio, und warf ſich, ſchwer Athem holend, in ſeinen großen Lehn⸗ ſtuhl.
„Wie, nichts? Und das wollen Sie mir einreden? Was das fuͤr eine Unfreundlichkeit iſt! Irgend ein großes
Ereigniß iſt vorgefallen.“
„uUm's Himmels Willen! Wenn ich ſage, nichts, ſo iſt es nichts, oder etwas, das ich nicht ſagen kann!“
„Das Sie auch mir nicht einmal ſagen koͤnnen?“ fragte Perpetua.„Wer wird ſich denn ſonſt um Ihr Be⸗ ſtes kuͤmmern? Wer ſoll Ihnen einen guten Rath geben?“
„Weh mir! Schweig und mache mir nichts weiter zurecht; nur einen Becher von meinem Wein gieb mir.“
„Und Sie wollen mir vorreden, daß Ihnen nichts fehlt!“ ſagte Perpetua, fuͤllte den Becher, und hielt ihn dann in der Hand, als ſollte er der Lohn der vertraulichen Eroͤffnung ſeyn, die ſie ſo ſehnlich erwartete.
„Gieb her, gieb her“ rief Don Abbondio, nahm den Becher mit halbzitternder Hand, und leerte ihn raſch,
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