Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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umher.—„Wenn Renzo ſich durch ein glattes Nein ruhig abſpeiſen ließe, gut; aber er wird Gruͤnde wiſſen wollen, und was, um's Himmels Willen, kann ich ihm antwor⸗ eten? Ei, auch der hat einen Kopf; ein Lamm, wenn Keiner ihn anpackt, aber wenn Einer ihm zu widerſprechen meint.... Und dann, und dann in dieſe Lucia vergafft, verliebt wie.... Junge Burſche, die ſich verlieben, weil ſie nicht wiſſen, was ſie ſonſt anzufangen haben; wollen ſich verheirathen, und denken an nichts weiter, ſcheeren ſich wenig um die Noth, die ſie einem armen ehrlichen Manne auf die Schultern packen. Weh mir Armen! Seh' Einer an, wie die beiden Kerle ſich gerade mir in den Weg pflanzten, und mit mir anbanden! Was hab' ich damit zu ſchaffen? Bin ich's, der ſich verheirathen will? War⸗ um ſind ſie nicht lieber gegangen, um ein Wort mit... O da ſeh' Einer; ein wahres Schickſal, daß die paſſenden Gedanken mir jedesmal einen Augenblick nach der Gele⸗ genheit einfallen! Haͤtte ich nur dran gedacht, ihnen zit⸗ zuftuͤſtern, ſie moͤchten ihre Botſchaft bei...“ Hier aber ward er inne, daß die Reue, nicht der Rathgeber und der Gcehuͤlfe einer Unbilligkeit geweſen zu ſeyn, keine Spur einer frommen Geſinnung an ſich trage, und ſo wandte er die ganze Entruͤſtung ſeiner Gedanken gegen jenen An⸗ dern, welcher ihn ſo eben um ſeinen Frieden gebracht hatte. Nur dem Anſehen und dem Namen nach kannte er Don Rodrigo; noch hatte er nie etwas mit ihm zu ſchaffen ge⸗ habt, als daß er die wenigen Male, da er ihm auf der Straße begegnet war, das Kinn mit der Bruſt und die Spitze ſeines Huthes mit der Erde ſich beruͤhren ließ. Bei mehr als einer Gelegenheit hatte er gegen verſchiedene