Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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Amtsbruͤdern, welche mit eigener Gefahr einen ſchwachen Unterdrückten wider einen maͤchtigen Bedraͤnger in Schutz zu nehmen ſuchten. Das heißt, pflegte er zu ſagen, fuͤr baares Geld ſich Haͤndel kaufen, und den Dachshunden die Beine gerade drehen wollen; ja er behauptete ernſtlich, das ſey eine Theilnahme an weltlichen Dingen, worunter die Wuͤrde des heiligen Amtes leide. Gegen dergleichen Unſtatthaftigkeiten zog er jedoch immer unter vier Augen, oder in einem ſehr kleinen Kraͤnzchen zu Felde, und ſprach um ſo heftiger, je genauer er die Kaltbluͤtigkeit ſeiner Zuhoͤrer in Dingen, welche ſie perſoͤnlich betrafen, kennen gelernt hatte. Auch fuͤhrte er gewoͤhnlich einen Lieblings⸗ ſatz im Munde, mit welchem er dergleichen Geſpraͤchen das Siegel aufzudruͤcken pflegte; einem Manne von Stande, ſagte er, der auf ſich Acht hat, und mit dem Seinigen zufrieden iſt, kann niemals ein unſaubres Ereig⸗ niß uͤber den Hals kommen,

Mogen ſich demnach meine fuͤnf und zwanzig Leſer einmal vorſtellen, welchen Eindruck das Ereigniß, ſo er⸗ zaͤhlt worden, auf das Gemuͤth des armen Mannes machen mußte. Das Schrecken, das aus jenen unheimlichen Ge⸗ ſichtern, aus jenen grauſenvollen Worten ſprach, die Dro⸗ hung eines Herren, der nicht vergebens zu drohen pflegte, das Syſtem eines ruhigen Lebens, welches ſo viele Jahre

hindurch mit Fleiß und Geduld erkauft worden, in einem Augenblick zerruͤttet; ein enger Weg, durch welchen nur mit gefaͤhrlicher Beſchwerde zu kommen war, ein Weg, deſſen Ende das Auge nicht ſah, alle dieſe Gedanken trie⸗ ben ſich ſummend in Don Abbondio's geſenktem Kopfe

Vorzuͤglich aber predigte er gegen diejenigen unter ſeinen

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