Teil eines Werkes 
1. Theil
Entstehung
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deſſen hatte der Andere ſich von der Mauer entfernt, und Beide gingen auf ihn zu. Der Pfarrer hielt das Gebet⸗ buch immer offen vor ſich, als wenn er laͤſe, blickte aber deſſenungeachtet verſtohlen in die Hoͤhe, um die Bewegun⸗ gen der beide Kerle zu beobachten, und da er ſie gerades Weges auf ſich loskommen ſah, ergriffen ihn ploͤtzlich tau⸗ ſend verſchiedene Gedanken. In aller Eile fragte er ſich ſelbſt, ob ſich zwiſchen ihm und den Bravi die Straße zur Rechten oder zur Linken durch einen Ausweg oͤffne; aber eben ſo ſchnell ſiel es ihm ein, daß ein ſolcher nicht vor⸗ handen. Zugleich ſtellte er eine ſchnelle Unterſuchung an, ob er vielleicht gegen irgend einen Gewaltigen, gegen ir⸗ gend einen rachſuͤchtigen Menſchen ſich ein Vergehen habe zu Schulden kommen laſſen; bei dieſem aͤngſtlichen Nach⸗ ſinnen beruhigte ihn jedoch das troͤſtliche Zeugniß ſeines Gewiſſens. Die Bravi aber kamen immer naͤher auf ihn zu, und ließen ihn nicht aus den Augen. Don Abbondio legte Zeige⸗ und Mittelfinger der linken Hand in den Kragen ſeines geiſtlichen Gewandes, als wollte er ihn wieder in Ordnung ſetzen, und indem er beide Finger um den Hals herum bewegte, wandte er das Geſicht zuruͤck, und ſah mit verſtohlen lauſchendem Auge ſo weit er konnte, ob von hin⸗ ten her vielleicht Jemand des Weges kaͤme; aber Keiner war zu ſehen. Er blickte uͤber die niedrige Mauer hinweg, in die Felder, Keiner zu finden; und auch auf dem Fuß⸗ pfade, der vor ihm lag, war außer den Bravi kein menſch⸗ liches Weſen anzutreffen. Was ſollte er thun? Umkehren, dazu war keine Zeit, und ſich auf die Beine machen, hieß geradezu die beiden Kerle zum Nachſetzen auffordern. Da er alſo der Gefahr nicht aus dem Wege gehen konnte,