— 10— Gomez Suarcz de Figueroa, zu hoͤren. Da ſie jedoch dadurch eben ſo wenig, als durch alle fruͤheren Vorkeh⸗ rungen, in ihrem Gewerbe ſich hindern ließen, ſah ſich Don Gonzalo Fernandez de Cordova, unter deſſen Regiment jene Heimkehr des Don Abhondio ſich ereignete, bewogen, den gewoͤhnlichen Aufruf gegen die Bravi noch einmal er⸗ gehen zu laſſen. Dieſer erſchien am fuͤnften Oktober des Jahres 1627, alſo etwa dreizehn Monate vor dem Ereig⸗ niß, deſſen Merkwuͤrdigkeit dem Leſer bald ſich entfal⸗ ten ſoll. Allerdings war dieß nicht die letzte, gegen die Bravi gerichtete Verordnung, wir erwaͤhnen aber der ſpaͤter er⸗ folgten nicht, indem ſie nicht mehr zum Zeithezirk unſrer
Geſchichte gehoͤren. Von einer einzigen nur, im Februar
des Jahres 1632, geben wir noch Kunde; der Herzog von Feria, zum zweiten Male Statthalter von Mailand, geſteht in derſelben,„daß die groͤßten Frevelthaten von denjenigen veruͤht werden, welche Bravi heißen.“ Dies reicht hin, um uns zu uͤberzeugen, daß es zu der Zeit, von welcher wir handeln, noch immer an Bravi nicht fehlte.
Daß die beiden Maͤnner, welche wir oben beſchrieben haben, in Erwartung eines Menſchen dort ſtanden, begriff ſich auf der Stelle; was aber unſrem Don Abbondio gar ſehr mißſiel, war, daß verſchiedene Geberden ihm zu ver⸗ ſtehen gaben, der Erwartete ſey er ſelbſt. Denn bei ſeinem Erſcheinen hatten Beide einander angeſehen, und den Kopf mit einer Bewegung erhoben, aus welcher ſich ſchließen ließ, daß Beide zugleich: Er iſt es! geſagt hatten. Der Eine, der rittlings auf der Mauer ſaß, hatte ſich erho⸗ ben und das Bein nach der Straße hin gezogen; waͤhrend⸗
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