— IV—
ſchleicht nach Hauſe, um bei den Weibern, die er ſich mit ſeiner neuen Religion erheirathet hat, die Kraͤnkung.
zu vertaͤndeln. Eben ſo bedenklich iſt's fuͤr einen Ueber⸗ 4 ſetzer, ſich uͤber ſeinen Autor ein Urtheil zu erlauben. Sein Lob wird mit dem Einwurf der gewoͤhnlichen Vor⸗ 4 liebe eines Ueberſetzers zurecht gewieſen, und iſt er dreiſt genug, mit einem Tadel aufzutreten, ſo fraͤgt man ihn, 4
warum er an einem verdienſtloſen Stoffe ſeine Feder
ſtumpf geſchrieben? Er laͤßt alſo ſeinen Autor ohne.
begleitende Bemerkungen im neuen Gewande erſcheinen, 3
und dieſe Selbſtuͤberwindung gehoͤrt unſtreitig zu ſeinen 4
löblichſten Eigenſchaften. 1 und doch moͤchte ein Menſch von Urtheil ſo gern
auch ein Urtheil faͤllen! Und doch glaubt ein Ueberſetzer
mit ſeinem Autor gruͤndlicher als die Andern alle ſich vertraut gemacht zu haben, folglich auch mit beſſerer Befugniß ſeine Meinung uͤber ihn ausſprechen zu duͤrfenn!
Der Rezenſent ſtuͤrzt den Becher mit Einem Zug hinun⸗ ter, der Ueberſetzer meint ihn bedaͤchtig mit Loͤffeln leer 1⁴ geſchluͤrft zu haben und wuͤnſcht, als ein beglaubigter Schmecker, ihn der Leſewelt zu kredenzen. Wird man ihm alſo den fluͤchtigen Fingerzeig verargen, daß Man⸗ zoni, vom ſchottiſchen Meiſter angeregt, an energiſchen Zuͤgen ihm nachſtohend, in der plaſtiſchen Darſtellung


