.*—
—
einer vergangenen Zeit ihm weichend, doch in der Lebhaf⸗ tigkeit der Erzaͤhlung, in der Klarheit des Geſchilderten, an Reichthum und Fuͤlle ſich unbeſorgt mit ihm meſſen darf, an zarter Anmuth aber, an perſoͤnlicher Liebens⸗ wuͤrdigkeit, möchte man ſagen, ihn ſiegreich uͤbertrifft? Das Wort iſt ausgeſprochen, und Worte, heißt es, zu⸗ mal gedruckte, laſſen ſich nicht wieder zuruͤcknehmen. Was indeſſen nicht verſchwiegen werden darf, iſt auch einem Ueberſetzer zu ſagen pergoͤnnt. Walter Scott, verſichern Leute von Einſicht, hat ſeine Schwaͤ⸗ chen wir wir uͤbrigen Sterbliche; er iſt ein unnahbarer Achill in ſeinen Werken, in ſeinen Vorreden dagegen ein wortverſchwendriſcher Neſtor. Hat es damit ſeine Rich⸗ tigkeit, ſo kann auch in dieſer Hinſicht unſer Autor eben⸗ buͤrtig ihm an die Seite treten. In der Vorrede, durch welche die Verlobten eingeleitet werden, iſt von einer
alten aufgefundenen Handſchrift, von Umſchmelzung ihrer
verjaͤhrten Schreibart, von bedenklichen Zweifeln uͤber die Herausgabe der Geſchichte, und von zwanzig andern Dingen die Rede, die ſo wenig den Dichterruhm des Verfaſſers als die Ergaͤtzung ſeiner deutſchen Goͤnner foͤrdern; ein trockner Polterabend, durch welchen kein harrender Hausfreund ſich um den vollen Genuß des ſchoͤnen, freudigen Hochzeitfeſtes bringen laſſen mag⸗


