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macht. Das Schurzfell das Ihr traget, verſteckt Eure edle Bildung nicht.“
„Ich will Euch einen Vorſchlag machen;— in Hannover habe ich einen guten Freund— reiſet dieſe Nacht dorthin ab; es geht ein Waarentransport dahin mit bewaffneter Begleitung ab; Ihr könnt die Stelle eines Handelsgehülfen dabei verſehen.“—
Idan hatte aufgehorcht; ſeine Augen leuchteten, er ſah ſo ſinnend aus, als ob er in einer glücklichen Erinnerung lebte. Plötzlich rief er:—„Ja, ich will fort! beſſer iſt's, Ihr wiſſet nicht wohin, dann könnt Ihr mich mit gutem Gewiſſen verleugnen;— helft mir, daß ich nach der Maſch⸗ mühle gelange!“—
Gertrude erſchrak bei dieſem Namen und blickte umher, ob auch die Mutter nicht in das Gemach getreten ſei.— „Was wollt Ihr dort?“— fragte Helmold,—„das iſt kein ſicherer Aufenthalt für Euch.“—
„Ich bin ein Bettler und will als Bettler ziehen. Ja, ja, ich muß;— fragt mich nicht, ich danke Euch für Euer Erbarmen, Gott wird mir helfen!“
Dieſer plötzliche Eifer, dieſe geheimnißvolle Haſt des Jünglings berunruhigte die Anweſenden; Gertrude flüſterte dem Gatten zu:—„laß ihn nicht gehen, der Schmerz hat ihn irre gemacht!“— Tile Freitag ſah ihn ſcharf an, als prüfe er, ob auch kein verzweiflungsvoller Entſchluß das Gemüth des Jünglings aufgeregt habe.—„Nein— Junker“ ſprach er entſchieden—„Ihr dürft nicht allein gehen.“—
Helmold nahm Idan's Hand und ſprach zutraulich:— „danket Euren Freunden durch Aufrichtigkeit— Ihr habt
Maltitz, Herzog. 2. Abtheil. II. 14


