Teil eines Werkes 
2. Theil (1860) Schloss Hardegsen / Hermann von Maltitz
Entstehung
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mit dem Tode, wenn er ein einziges Wort über ſein ge⸗ waltſames Verhör verlauten laſſe, und entfloh aus dem Edelhofe.

Er nahm ſeinen Weg nach der Wohnnng des Notars, überfiel ihn in deſſen Cloſet, preßte ihm unter Drohungen das Geſtändniß ab, was der Ritter teſtamentariſch verfügt habe und verließ ihn ebenfalls unbefriedigt, da er erfuhr, daß der Rath der Stadt den Edelhof geſtern gekauft und die Kaufſumme für den Sohn Idan, falls dieſer leben bliebe, in Verwahrung behalten habe. Mit Haß gegen den jüngſten Bruder erfüllt, überzeugt, daß er vom Rathe nie den Beſitz des Geldes erlangen werde, entfloh er mittellos und voll Groll aus der Stadt.

Am zweiten Oſtertage zur Abendzeit beſtattete Idan, begleitet von Werner Roden, Tile Freitag, Berthold Helmold und dem Hausmanne, ſtill und traurig die Leichen der ge⸗ liebten Eltern in die Gruft der Kirche des Pauliner Kloſters; die Mönche hielten eine feierliche Meſſe für die Unglücklichen; Idan riß ſich nur ſpät und ſchwer von der Gruft der Eltern los, und folgte den neuen, bürgerlichen Freunden, welche heute allen Groll gegen die meſtefe mit zu Grabe getragen hatten.

Idan's Sicherheit in der Stadt wurde aber ſchon am Tage nach Oſtern gefährdet; auf dem Bollrutz waren herzogliche Reiſige unter der Führung des Heinrich Kiphut einge⸗ troffen, welche, im Namen des Landesherrn, den Edelhof der Roſtorfer für verwirkt erklärten und in gewaltſamen Beſitz nahmen. Vergeblich lehnte ſich der Rath gegen ſolche Beſitzergreifung auf, da er ſich als rechtmäßiger Käufer