Teil eines Werkes 
2. Theil (1860) Schloss Hardegsen / Hermann von Maltitz
Entstehung
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Eltern ſtürzte Idan in die Pforte, durch den Hof, in das Haus, Niemand empfing oder bemerkte ihn; er trat in das Zimmer, wo er die Eltern anweſend glaubte; da ſtanden einige ſchweigende Männer im Kreiſe.Vater! Mutter! rief Idan mit leidenſchaftlicher Stimme und drängte ſich zwiſchen die fremden Perſonen, welche bei dem Rufe erſchraken. Der alte Hausmann trat hervor, ſah mit Un⸗ glück verheißender Miene den Züngling an und ſchien aus deſſen Munde ein neues Unglückswort zu erwarten. Beide ſahen ſich ſtumm, furchtſam an.Wo ſind meine Eltern? rief Idan in höchſter Qual des Verlangensſind ſie nicht hier eingetroffen?

Doch doch Herr; Ihr wollt ihnen eine ſchlimme Botſchaft bringen o, junger Herr, faſſet Euch, die Eltern ſind gegen jegliches Unglück hart und theilnahm⸗ los geworden.

Es trat ein Mönch heran, faßte Idan's Hand und ſprach zu dem ſtarr auf den Hausmann horchenden Jünglinge: Gott hat ſich über die Eltern erbarmt, daß ihr Schmerz nicht zu groß werde; danket dem Herrn dafür in Eurem Schmerze.

Idan riß ſich von der Hand des Mönchs los, ſeine Blicke ſchweiften ſuchend umher, dann wollte er in das Ne⸗ bengemach ſtürzen, als ein ernſter, finſterblickender Mann ihm in den Weg trat, ſeinen Arm ergriff und ſprach:Ihr ſeid unter Freunden, lieber Junker; Ihr ſeid ein Mann in Waffen gegen den Herzog geweſen, ſeid es auch jetzt mit dem Herzen.

Wer ſeid Ihr, daß Ihr dem Sohne den Weg zu