Teil eines Werkes 
2. Theil (1860) Schloss Hardegsen / Hermann von Maltitz
Entstehung
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traten Idan und Chriſtoph, in einem Walde in der Rich⸗ tung nach Göttingen, aus dunkler Erde an das Tageslicht. Als die Flammen den Reſt ihrer Lebensmittel zerſtörten und die Anſtregungen zum Löſchen erfolglos blieben, nahm Idan ſchmerzlichen Abſchied von ſeinem elterlichen Erbe, durcheilte mit Thränen die Räume ſeiner glücklichen Kind⸗ heit, ſah noch einmal die Gegenſtände voll wehmüthiger Erinnerung an und ging, während Chriſtoph fluchend in der Burg umherſuchte, um den Geldſchatz der Eltern zu finden, in die Kapelle, betete auf der Gruft ſeines todten Bruders und rief dann den, über ſein erfolgloſes Suchen nach dem Gelde des Vaters und den Schmuckſachen der Mutter, aufgebrachten Chriſtoph zur Flucht.

Geſtehe! rief ihm dieſer zu,Du weißt, wo Geld und Edelſteine ſind.

Idan zeigte auf ſeine habloſe Erſcheinung; er hatte nicht an ſolche Dinge gedacht!

So werden die Eltern die Werthſachen mit nach dem Hofe in Göttingen genommen haben, tröſtete ſich Chriſtoph, als er, von Idan gedrängt, in die Kellerräume folgte, um den unterirdiſchen Gang zur perſönlichen Rettung vor der Rache des Herzogs anzutreten.

Als ſie nach einer Stunde aus der Erde aufſtiegen, hörten ſie aus der Ferne die Glocken der Stadt zum Feſte läuten. Idan fiel, von einer entſetzlichen Wehmuth er⸗ griffen, auf die Kniee und flehte Gott an, ihm Kraft und Mittel zu verleihen, ſeiner theuren Eltern Troſt und Stütze zu werden; Chriſtoph ſtand hohnlächelnd daneben, ſeine unruhigen Blicke wie ein ſpähendes Wild umherſendend.