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bereits auf die Außenwälle gekletterten Angreifern zu:— „Saget dem Herzog, daß wir die Burg übergeben wollen; unſer letzter Proviant fliegt dort in glühenden Funken auf; — will der Herzog uns Pardon geben, ſo wollen wir die Zugbrücke niederlaſſen.“—
Der Herzog hatte kaum Meldung erhalten, als er froh⸗ lockend befahl, ſofort der Uebergabe der Burg zu fordern, da er jedem Krieger, ausgenommen dem Ritter Ludwig und ſeinen Söhnen, Pardon verſpreche. Die Zugbrücke raſſelte nieder, zu nicht geringer Verwunderung des Herzogs über die ſchnelle Preisgebung des von ſeinem Zorne bedrohten Burgherrn und deſſen Familie; er glaubte eine Liſt dahinter verſteckt, ließ deshalb ſeine Mannen in Sturmreihen in das geöffnete Thor einrücken und als die belagerten Knechte keinen Widerſtand leiſteten und ſich aus der Burg in's Freie führen ließen, da ritt, bei aufgehender Sonne des Oſtermorgens, der Herzog Otto mit ſeinen Rittern in das Schloß Hardegſen ein, befahl ſeinen Reiſigen, das Feuer des brennenden Hagenhauſes zu dämpfen und nahm Beſitz von den Prachtgemächern des Herrnhauſes.
Als er hier ſeine Glieder behaglich in dem ſchwellenden Ehrenſeſſel dehnte, welchen Frau Lyſa einſt zur Feier der ſilbernen Hochzeit von ihrem Gemahl erhalten hatte, befahl er, den gefangenen Burgherrn und deſſen Söhne ihm vor⸗ zuführen. Aber in Leidenſchaft ſprang er auf, als ihm die Nachricht gebracht wurde, daß der alte Burgherr ſchon ſeit zwei Tagen auf heimlichen Wegen entflohen ſei und ſeine beiden Söhne in dieſer Nacht, als der letzte Reſt der Lebensmittel in Flammen aufgegangen, den Befehl an den


