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dieſe in einen Schutthaufen verwandelt wurde und die tapfern Gegner darin umkamen. Es war der Tag vor Oſtern gekommen, Otto ſann und wüthete; es fehlte ihm Breido, es ſtieg der Gedanke drohend und ſeinen Stolz kränkend in ihm auf, daß die lange und erfolgloſe Be⸗ lagerung eines Edelmanns⸗Schloſſes ihm in der Meinung der Welt als Schwäche ausgelegt werden und nicht nur die Braunſchweiger, ſondern auch gar die Göttinger er⸗ muntern könnte, ihm zu trotzen.
Er rief deshalb am Tage vor dem Oſterfeſte ſeine Ritter zuſammen, um einen Kriegsrath zu halten. Keiner wußte einen beſſeren Rath, als die Belagerten aushungern zu laſſen. Das genügte dem ungeduldigen Herzoge nicht, er rief:—„Sie haben Vorräthe auf lange Zeit, oder ge⸗ heime Gänge in's Freie, wodurch ſie Fleiſch und Getreide holen! Haben ſie uns nicht noch geſtern verſpottet, daß ſie eine Rehkeule von der Mauer warfen? Wir müſſen ihre geheimen Gänge ſuchen, oder ausſpähen, wo ſie ihre Ma⸗ gazine haben, um Feuer hineinzuwerfen. Wer mir den Weg in die Burg öffnet, den will ich reich belohnen, mag er Ritter oder Knecht ſein.“—
Einige Stunden darauf, in der Dämmerung trat ein Reiſiger zum Herzoge und ſprach:—„Herr, vernehmt. was ich zu melden habe. Seht Ihr dort auf der Burg, neben dem dicken Thurme, das einzelnſtehende Haus? Ich will mich hängen laſſen, wenn das nicht das Hagenhaus iſt, worin die Roſtorfer ihr Getreide hegen.“—
Otto's Augen ſchoſſen wie Pfeile nach dem bezeichneten Hauſe.
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