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ſie ſchmeichelnd die hübſche Hand auf des Herzogs Stirn, hielt die glimmenden Augen nahe vor die ſeinen, ſah ihm muthwillig in den lebendiger werdenden Blick und ſang trällernd und mit den Fingern der anderen Hand den Takt ſchnippend: 5 Ich liebe nur den Rittersmann,
Der fechten, trinken und fluchen kann,
Mich reizet nur der ſtolze Sinn,
Weil ich ein ſtolzes Mädchen bin,
Meine Freud' iſt Lieb' und Luſt und Wein,
Wer möchte wol mein Ritter ſein?“—
Der Herzog gab ſein Wohlgefallen an der muthwilligen, herausfordernden Sängerin dadurch zu erkennen, daß er ſie mit zärtlicher Leidenſchaft auf die rothen Schelmlippen küßte und ihr Haupt auf ſeine Bruſt herabzog, um ſich an der ſchönen, lebenden Büſte eines kühnen und beſiegten Weibes zu weiden.—„Herrliches Mädchen!“— ſprach er im Gefühl ſeines ſinnlichen Wohlbehagens—„fordere etwas von mir, das ich Dir gewähre.“—
„Ei, Herzog, meine Freud' iſt Lieb und Luſt und Wein.“—
„Das ſollſt Du immer genießen, Schelm; wir wollen den Morgenimbiß nehmen; iſt Dir's recht?“
„Ach, ich hungerte und dürſtete ſchon eine Stunde lang nach Euch; mit meiner Haustoilette war ich bereits um zehn Uhr fertig; der böſe Traum hat mich ſo früh geweckt und ich vertrieb mir die Zeit damit, meinen Falken zu necken und ihn vom Fenſter aus auf den Raben zu hetzen, den der närriſche Friedrich zu ſeinem Geſellſchafter gemacht


