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ſie hatte den Ellbogen des nackten linken Armes auf die Sammetlehne und die Schläfe auf die Finger dieſer Hand geſtützt; mit der rechten Hand ſtrahlte ſie den langen Bart⸗ ſchweif des Freundes, der behaglich in die ſchelmiſchen, grellen Augen aufblinzelte, die auf ihn niederlächelten.
„Du biſt eine Thörin, Olga“— ſprach der Herzog, indem er die Hand augeihrem Haar auf den weißen Hals ſinken ließ und mit der Perlenſchnur ſpielte, die auf der blendenden Haut faſt grau erſchien;—„Dein übler Traum iſt Folge des genoſſenen Feuers im Malvaſier und des Morgenſchlafes nach fröhlicher Nacht. Wir wollen dafür einen recht munteren Tag verleben; gieb an, was ſollen wir beginnen? Der Kurd von Steinberg und Hans von Schwiecheldt kommen mir ſobald nicht wieder fort. Es iſt zwar kalt heute, aber die Sonne wird wärmer— was meinſt Du, Schelm, follen wir heute einmal einen Ritt nach der Aſſe machen? Der Buſſo iſt Dir noch das ver⸗ wettete Weihnachtsgericht ſchuldig geblieben.“—
„Ha— den Rieſenhecht— ja, daran wollen wir ihn heute mahnen;— er wird, wenn ich den Hecht zur Tafel fordere, ein ſauer⸗ſüßes Geſicht machen und den zugefrornen Teich aufhauen müſſen— hal hal o, das iſt luſtig!“
„Dachte ich mir nicht, daß ich Dein boshaftes Herz am rechten Fleck getroffen habe? Mädchen! Sirene! Du ſollſt mir aber heute das Lied wiederholen, was Du dieſe Nacht geſungen haſt. Woher haſt Du das?“—
„Aus mir ſelbſt!“— verſetzte ſie, mit ſpöttiſchem Selbſtgefühl den Kopf hebend und die Bruſt aufrichtend. Und ſchnell in eine ſchelmiſche Ausgelaſſenheit fallend, legte


