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rüſtung und Eure Freunde— es iſt noch nicht Zeit.“— So ſprach der Alte flüſternd.
„In zwei Jahren werde ich volljährig“— antwortete Friedrich—„in zwei Jahren;— iſt das vielleicht die rechte Zeit? Ja, bis dahin wird er mich abgethan und mein Erbe bis zum letzten Schilling geſtohlen haben— und wenn die zwei Gahre abgelaufen ſind und ſeine Vor⸗ mundſchaft zu Ende iſt, dann wird er mich beerben!“
„Um Gottes Willen, gebt Euch nicht ſolchen Grübeleien hin, Herzog!— Zwiſchen Muth und Kleinmuth liegt noch eine Mitte, die man kluges Abwarten nennt; Ihr werdet keine zwei Jahre mehr die Kette der Tyrannei ſchleppen. Alles geſtaltet ſich günſtig; je mehr der Blick Eures Oheims ſich verdüſtert und ſein Verdruß mit der böſen Laune ſteigt, um ſo mehr kläret Euch in eigener Seele auf und ſeid in's Geheim heiteren Sinnes, denn was ihn verdrießt und ver⸗ finſtert, iſt, ohne daß er es ahnt, ein aufgehender Tag für Euch.“—
„Du legſt das lebendige Samenkorn in ein Hoffnungs⸗ feld, auf das die Sonne der Freiheit fällt, und Du ver⸗ bieteſt ihm, daß es keime und aufgehe.— Meine Mutter kann mir nicht helfen, denn ſie hat ihre Sorge mit meinen Brüdern Bernhard und Heinrich; ſeit die Braunſchweiger während des Oheims Abweſenheit mir ihre Aufmerkſamkeit bewieſen haben, kann ich nur auf ſie bauen.“
„Ja, Herzog, nur auf ſie, aber mit Klugheit. Die Braunſchweiger, welche ſich jetzt wieder kräftiger fühlen, ſeitdem ſie den Zorn der Hanſa verſöhnt haben, ſinnen längſt darauf, den Räuber, der ſich hier wie ein Geier


