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Geld in die Stadt bringt; ich habe Euch den Beitrag zum Brautſchatze meiner Schweſter nicht aufgegeben— Ihr ſollt das erkennen und treue Unterthanen ſein.“—
„Erlaubt mir“— begann Werner Roden—„geneh⸗ migt mir die Frage, warum Eure herzogliche Gnaden uns
das ſagen? Erſt vor wenigen Tagen ſind unſere Steiter aus Eurem Dienſte heimgekehrt, und in nnſerer Stadt weinen Viele um ihre Todten und werden viele Verwundete gepflegt; — zeugt das nicht von unſerm guten Willen und Opfer?“
Otto horchte anfänglich mit ſtechenden, auf den ſeitwärts im Gemache ſtehenden Ritter von Ranzan gerichteten Augen und mit hämiſchem Lächeln nach den Worten aus der Mitte der Männer, wurde aber ſchnell wieder freundlich, als er den Sprecher in der Gruppe der Rathsherren erkannte;— „ei, ſeid Ihr nicht Werner Roden? Ihr ſeid noch immer der Gläubiger meines fürſtlichen Wortes, das Ihr, wie ich hoffe, nicht zu Schanden machen werdet; was habt Ihr mir von Eurer ſchönen Frau zu beſtellen?“—
Werner Noden war durch dieſe plötzliche fremde, unvor⸗ bereitete Frage momentan verlegen geworden, faßte ſich aber ſchnell und erwiderte:—„Ich danke Eure herzogliche Gnaden für die Erinnerung an eine Gunſt, die auf Frieden deutet, um den wir bitten.“—
Otto lächelte ſchlau und ſagte:—„Ich will Euch nichts ſchuldig bleiben; ich will den Göttingern zeigen, daß ich ihr guter Freund bin und nicht⸗verſchmähe zu eines Raths⸗ herrn Kinde Gevatter zu ſein. Iſt Euer ſchönes Weib ſo eigenſinnig und ihre Natur ſo wiederſpenſtig, daß ſie mein Wort zu hohlem Schall machen will?“—


