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bei ihm verſammelten Freunden aus Heſſen und dem Werner von Adelebſen, ſondern als er noch an demſelben Tage die nahe wohnenden Vaſallen und Sterner zu einem vormund⸗ ſchaftlichen Zuge nach dem Braunſchweigiſchen Lande auf⸗ rufen ließ, fand die Einladung eine ſchnelle Verbreitung und willige Aufnahme in der Ritterſchaft und Otto hatte ſchon am folgenden Tage die heſſiſche Niederlage völlig ver⸗ geſſen, und ſeine beſternten Freunde ſammelten ſich bereits zwiſchen Ruhme und Leine, um den Herzog zu erwarten, der von Münden nach den Bollrutz zu Göttingen aufge⸗ brochen war, um dann über Oſterode und den Harz, wo er den Schwiecheldt auf der Harzburg abholen wollte, in Wolfenbüttel friedlichen oder gewaltſamen Einzug zu halten.
Nicht ſo ſchnell, wie ſeine lebhafte Gemüthsart und Heftigkeit ſeiner Abſichten ihn zur That trieben, konnte er aber gegen das Braunſchweiger Land aufbrechen; es fehlte ihm an Geld;— das ſollten ihm die Göttinger Bürger geben. Er war deshalb kaum auf dem Bollrutz eingetroffen, als er nach dem Rathe verlangte und von ihm eine Anleihe in Anſpruch nahm. Werner Roden befand ſich mit unter den Rathsmännern, welche auf des Herzogs Ruf im Schloſſe erſchienen waren. Otto empfing den Rath in der fröh⸗ lichſten Laune, um ihn willfährig zu machen.—„Ich wollte Euch danken für die Hülfe, die meine Reſidenzſtadt mir bewieſen hat“— redete er die etwas finſter blickenden Männer an;„das Kriegsunglück iſt gegen uns geweſen, die Verbündeten des Landgrafen waren uns an Zahl über⸗ legen, das Heſſenvolk ſelbſt war für ſeinen alten Herrn und hat meinen eigenen Städtern ein gutes Beiſpiel von


