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ſchweiger ſind reich, hochmüthig, haben dem Magnus nur gegen ſchweres Pfand Geld geliehen, das ſollen ſie mir auslöſen. Warum ſacken die Städter überall das Geld ein? Sollen ſie noch übermüthiger werden, daß ſie den Rittern die Schlöſſer und den Fürſten das Land abkaufen? Alle meine Privilegien und Friedensbriefe an die Städte hat mir die Noth abgezwungen, und ich möchte ſie heute lieber als morgen brechen und dem Bürgerpack vergelten, daß es mit mir gehandelt und gefeilſcht hat. Der Pleſſer hat Recht, daß die Menſchheit mit dem unterſten Edelknappen aufhört und mit dem oberſten Bürger die Säugethiere beginnen, daß die hoch⸗ und hochedelgeborenen Herren von einem anderen Paare abſtammen, als die Bürgerleute.— Die Braunſchweiger ſind ein unruhiges Volk und in ſteter Fehde mit den Rittern und Amtleuten, die ſich vor der Stadt fürchten, weil ſie im Bunde der Hanſa iſt; ich werde als guter Freund kommen, ſie ſollen meinen Schutz bezahlen und mir die gute Vormundſchaft zu Gelde machen.“—
„Das wird eine neue Fehde, Herzog“— nahm Werner von Adelebſen das Wort;—„die Fehde des Magnus mit den Herzögen von Sachſen in Lüneburg iſt noch nicht zu Ende und mit ſeinem ſchnellen Tode nicht abgethan— ſie werden den Vormund der Söhne ihres Todfeindes nicht ruhig in Wolfenbüttel ſchalten und walten laſſen; die Wittwe Catharina iſt eine kluge Frau und hat Freundſchaft mit vielen Feinden ihres Manneg; was wollt Ihr mit den Söhnen beginnen?“—
„Ehe die ſächſiſchen Herzöge kommen, muß ich das Land in Beſitz genommen haben“— verſetzte Otto, von ſeinem


