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Blicke und einem verächtlichen Lächeln; hinter ſeinem Rücken ſuchten Adelebſen und Ranzau ſich durch liſtiges und hei⸗ teres Geberdenſpiel zu verſtändigen. Otto trat plötzlich aus ſeiner finſteren, forſchenden Haltung heraus, ſchlug den Ritter auf die Schulter und ſprach mit kühner, herausfor⸗
dernder Miene:—„Wir ſind alleſammt gute Freunde und Sternbrüder— laßt uns ein vertrauliches Wort
ſprechen; wir haben uns zu gegenſeitiger Hülfe verbunden; ſo wie ich Euch beiſtehen werde gegen Ritter und Städte, ſo ſollt Ihr auch mir helfen. Trinkt— ſetzen wir uns — hinaus, Knappe, warte, bis Du gerufen wirſt und die Krüge leer ſind!— Nun hört, Freunde!— die Stadt Braunſchweig zahlt dreihundert Mark an mich, den recht⸗ mäßigen Vormund der Kinder meines Vetters!“—
„Dann ſollen wir erſt das Geld erobern oder erbeuten?“ — fragte Bickenbach etwas empfindlich;—„ich zweifle, daß Eurem Schwager die Anwartſchaft auf die Braun ſchweiger Geldbeutel nach dem Sinne ſein wird.“
„Ich will Euch meine Gedanken anvertrauen“— ſagte der Herzog;—„treffe ich nicht ſchnell im braun⸗ ſchweigiſchen Lande ein, ſo kommen die Lüneburgiſchen Sachſenherzöge, oder der Brandenburger Churfürſt, oder gar der Hildesheimer Biſchof, um ſich dort den Lohn ihres guten Beiſtandes zu holen. Morgen müſſen wir aufbrechen; auf die Sterner rechne ich— Eure Mannen und Reiſige liegen noch in der Nähe, die meinigen ſind noch in der Rüſtung; ich müßte ein Narr ſein, wollte ich das verlorene Heſſen nicht in Wolfenbüttel verſchmerzen und ruhig zuſehen, oder den gutmüthigen Vormund ſpielen. Die Braun⸗
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