Teil eines Werkes 
1. Theil (1860) Schloss Hardegsen / Hermann von Maltitz
Entstehung
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ſchuldig ſeid. Ihr habt ſie aus Eurem heſſiſchen Antheile damals zugeſagt Ihr begreift mich!

Otto ſah den Sprecher finſter an; aber ſeine Augen wurden liſtig, ſein Mund lächelte ſchlau.Ei ſprach erder Gottfried hat Recht; ich habe ihm tauſend Mark Silber Göttinger Währung aus dem künftigen Antheile Heſſens gelobt er ſoll ſie haben, aber ich for⸗ dere von ihm einen gleichen guten Willen, wie ich ihm zeige. Meine Schweſter ſoll um ihren Brautſchatz nicht betrogen werden; tauſend Mark hm! ich laſſe den Gottfried zu mir einladen, damit wir die Briefe ausfertigen. Die Städte in Oberwald müſſen es doch auch wiſſen, daß ſie eine Fürſtin haben, die ſie ausſtatten ſollen nach altem Brauch und Recht; notirt Euch meinen Willen, Ritter, daß Ihr ihn dem Ziegenhainer Grafen beſtätigen könnt; ich gebe meiner Schweſter die Einkünfte vom Kloſter Wibrechtshauſen, den Hof zu Mandelbeck und das Dorf Linden dreihundert Mark zahlen die Bürger zu Nord⸗ heim, Gandersheim, Münden und Uslar, dreihundert Mark die Bürger zu Braunſchweig.

Ranzau lächelte, denn er fühlte, wie Otto bei dieſer Be⸗ ſtimmung des Brautſchatzes ſeiner Schweſter den Groll gegen das Bürgerthum mit ſeiner eigenen Geldnoth ver⸗ bündete und den Städten die Laſt ſeines Gelöbniſſes gegen den Grafen Ziegenhain aufbürdete.

Die Bürger von Braunſchweig? fragte Ritter von Bickenbach verwundert;ſchulden Euch dieſe dreihundert Mark Silber? Ihr verfügt über fremdes Eigenthum.

Otto fixirte den Fragenden mit düſterem, prüfenden