„Iſt's nicht des Lachens und Trinkens werth, daß der Albrecht von Grubenhagen dort durch den Wald mit meinem verlorenen, großväterlichen Erbe gegen Caſſel reitet und mir dafür die Kunde zurückläßt, daß das Braunſchweiger Land auf mich wartet? Warum iſt der Gottfried, mein Schwager, nicht mitgekommen? Ich muß die Sterner ſammeln, ſie ſollen nichts wagen, aber an meiner Freund⸗ ſchaft und Vormundſchaft einen luſtigen Antheil haben.“—
Der Ritter von Bickenbach, ein dem Geſchlechte der Ziegenhainer verwandter Mann, trat jetzt zum Herzoge
und begann:—„Eure gute Laune macht es mir leicht, des Grafen Gottfried Verlangen an Euch, das er mir auf⸗ getragen hat, zu Eurer Kenntniß zu bringen.— Er weilt
zur Zeit mit dem Grafen von Nidda beim Landgrafen Hermann, um ſich mit ihm über den Frieden zu verſtän⸗ digen und das ſeiner Gemahlin Agnes, Eurer Schweſter, auf Burg Nidda angewieſene Wittthum nebſt Holzung, Waſſer und Weide, das der Landgraf genommen hat, wieder zurückzufordern.“.
In des Herzogs Miene zuckte ein Blitz des aufwallen⸗ den Zornes, ſeine Stirnader ſchwoll, aber er bezwang ſich, mehr aus Stolz vor den Rittern, als im Gefühl der hei⸗ teren Laune, die er jetzt gewaltſam zeigte, indem er lachend ſagte:—„Und was ſoll ich dabei? Was fordert der Gottfried von mir?“—
Bickenbach fuhr fort:—„So wie der Graf für das Wittthum ſeiner Gemahlin ſorgt, ſo iſt es an Euch, an die Mitgift zu denken, die Ihr Eurer herzoglichen Schweſter


