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liegen und nun nach dem Erbbegräbniß in Braunſchweig bringen laſſen.“—
„Wer wird der Frau Catharina und den minderjähri⸗ gen Söhnen und Töchtern beiſtehen? Sollte es von väter⸗ licher Seite, dem Churfürſten Waldemar von Brandenburg, geſchehen?“—
„Ich!“— rief Otto ſo plötzlich und heftig auf dieſe Frage des Ranzau, der mit liſtiger Miene jene Frage an den Grubenhagener gerichtet hatte, daß die Ritter aufhorchten, und ſein ſtiller Gegenſtand, der ihn ſeither lebhaft beſchäf⸗ tigt hatte, wahrſcheinlich durch jene Frage angerührt und gereizt worden war.—„Ich habe Recht und Pflicht, meines Vetters Erbe zu hüten, ſeinen Söhnen zu wahren, ehe die ſächſiſchen Herzöge, die ihm Lüneburg genommen haben, auch Braunſchweig überfallen. Heute noch breche ich auf, um meine Vormundſchaft anzutreten!“—
„Siehe zu, was Du zum Frieden beitragen kannſt“— ſagte Albrecht von Grubenhagen;—„ich hörte, daß die Ritter und Junker im Braunſchweigiſchen verſchiedener Meinung ſind und verſchiedene vertrauungsvolle Männer, namentlich der Biſchof Gerhard von Hildesheim, die Hand bieten wollen, eine friedliche Verſtändigung zwiſchen des Magnus' Wittwe, ſeinen Kindern und den ſächſiſchen Her⸗ zögen zu erreichen.“—
Otto hörte dieſe Mittheilung unruhig, mit ſpöttiſcher Miene und düſter brütenden Augen an.—„Hoho!“— lachte er—„es braucht ſich Keiner hineinzumiſchen, ich will ſchon allein die Erbſchaft hüten, ſo wie es das na⸗ türliche Recht fordert; der Hildesheimer möchte wol noch


