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erzählte, wie ein grimmiger Löwe in der Rüſtung; Otto von Eberſtein, Siegfried von Salder und viele braunſchweigi⸗ ſche Edelleute fielen ſchon im Vordertreffen; wie Magnus mitten im Kämpfgedränge den Gegner erkennt, ſtürzt er auf ihn zu, da er ihn ſchon mit Wuth geſucht hatte, ſtach das Pferd des Grafen nieder, ſprang ſelber vom Roſſe, warf ſich über ihn her, kniete auf ihn, um ihn lebendig zu fangen und ſich an der Gewalt über deſſen Leben zu wei⸗ den; da aber wurde Magnus von hinten von des Grafen Leibdiener durchſtochen, der beſonderen Befehl hatte, auf ſeinen Herrn zu achten.“—
Herzog Otto war bei dieſer Erzählung heftig auf⸗ und niedergeſchritten, hatte ſich auf einen Stuhl geworfen und war wieder aufgeſprungen; es beſchäftigte ihn in Gedanken ein anderer Gegenſtand weit mehr, als dieſe Scene eines heftigen Zweikampfes, gegen die er längſt abgeſtumpft war; es erregte ihn auch nicht der plötzliche Tod ſeines nahen Verwandten, denn dazu beſaß er zu wenig mildes Gefühl und Achtung vor dem Leben eines Menſchen. Breido von Ranzau ſchien ihn zu verſtehen, denn er lächelte ihn aufmun⸗ ternd an, als jener im Umherſchreiten ſeinem Blicke begeg⸗ nete und ihn einige Secunden lang mit einem geheimen Wohlgefallen und Verſtändniſſe anfunkelte.
„Seine Leiche iſt geſtern nach Braunſchweig geſchickt“ — erzählte einer der Sternritter;—„der Herzog Magnus hatte geſchworen, die Nacht im Lande Schaumburg zubrin⸗ gen zu wollen, und da das der Graf erfahren, hat er ſeinen Vetter nicht meineidig ſterben laſſen wollen, ſondern ſeine Leiche für die Nacht in ſein Land geführt, dort bis geſtern


