Teil eines Werkes 
1. Theil (1860) Schloss Hardegsen / Hermann von Maltitz
Entstehung
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zeiten abgetreten, da er die Ueberzeugung gewann, daß jener ſelbſt ſein Erbe hinfort ſchützen werde.

Otto ſtampfte mit dem Fuße und ſeine Augen flamm⸗ ten auf.

Es war der Preis des Friedens ſprach Albrecht von Grubenhagen;Landgraf Hermann iſt Herr von Heſſen und Thüringen; Dein alter Großvater zieht ſich auf die Wartburg zurück, um ſeine letzten Tage in Ruhe zu ver⸗ leben. Du, Otto, entſagſt ſchriftlich allen Anſprüchen auf Heſſen und lieferſt den Sichelſtein aus.

Otto ſchlug ſich auf den Mund und rief in zorniger Wallung:Verdammt ſei dieſes Maul, wenn es je⸗ mals wieder ausſpricht, was das Herz in fröhlicher Laune wünſcht, oder was im Hirn niſtet und brauet! Sagt, Freunde, müſſen wir uns nicht ſchämen, daß wir ſo ohn⸗ mächtig ſind, trotz der zweitauſend Sterne, die an mei⸗ nem heſſiſchen Erbhimmel aufſtiegen und einen ſchönen Tag verhießen?

Die umſtehenden Sterner wollten entſchuldigende und ermunternde Antworten geben, aber Otto ſchnitt ihnen das Wort ab, indem er laut und bitter auflachte, nach dem Tiſche zeigte und mit verſtellter Luſtigkeit rief:Nehmet Platz meine Herren laßt uns trinken und fröhlich ſein! Warum kommt mein Schwager, der Gottfried von Ziegenhain, nicht mit Euch? Ich will den Sternern nicht grollen, ein an⸗ deres Mal wollen wir's beſſer machen!

Als die Ritter nicht ſogleich folgten, ſondern mit Albrecht von Grubenhagen ſprachen, wendete ſich Otto gegen dieſen und rief in ſeiner höhniſchen Weiſe, die ihm üblich war,