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„So werdet Ihr ſogleich von ihm ſelber hören, was der Landgraf verlangt“— meinte Breido von Ranzau, der ſeit Otto's Verbindung mit den Sternern deſſen beſter Freund und Geſellſchafter geworden war.— Es währte nur eine kurze Zeit, daß die Ritter von dem Edelknappen Kurd von Weferlingen, welcher nunmehr in des Herzogs Leibdienſten ſtand, angemeldet wurden. Albrecht von Gruben⸗ hagen trat haſtig und ſichtlich aufgeregt an der Spitze der mit ihm gekommenen Adeligen in das herzogliche Gemach; Otto reichte ihm die Hand entgegen, ſah finſter lauernd in das von Ritt und innerer Unruhe geröthete Geſicht des Betters und fragte verdrießlich:—„Haſt Du mir eine üble Antwort zu bringen? Behalte ſie lieber bei Dir; ehe ich eine neue Kränkung erdulde, fordere ich den Landgrafen Hermann zum Zweikampf auf Leben und Tod heraus!“ Er ließ dabei den ebenſo drohenden wie gedemüthigten Blick im Kreiſe der ihn umringenden Ritter ſchweifen, als lauſche er nach ihrer Stimmung und als wolle er jedem mitleidigen Zeichen zuvorkommen.
„Vetter!“— begann Albrecht von Grubenhagen— „meine Nachrichten über den Landgrafen ſind ſo friedlicher Natur, daß wir davon nur noch mit wenigen Worten reden können; Du ſiehſt, ich komme in Geſellſchaft der Sterner hierher, gegen die ich noch vor vierzehn Tagen focht und die, gleich Dir, die Verſöhnung gewünſcht haben.“—
„Haſt Du meinen Großvater geſprochen?“— fragte Herzog Otto.
„Nein, er hat ſeine Gewalt, befriedigt von ſeines Neffen gutem Benehmen im Kriege, an Hermann ſchon bei Leb⸗
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