Teil eines Werkes 
1. Theil (1860) Schloss Hardegsen / Hermann von Maltitz
Entstehung
Einzelbild herunterladen

A

5

und Paderborner Biſchofe, hat mir nicht einmal den Gau Suilberga zwiſchen Leine und Weſer, nicht einmal das Kloſter Lippoldsberg oder Schloß Zapfenburg, oder Gieſel⸗ werder einbringen können. Und nun ſoll ich den ärgeren Schimpf ertragen, vor dem Hermann mich zu beugen, ſeine Bedingungen anzunehmen, der überwältigten und zerſtreueten Ritter Gefährte zu ſein. Aha! der alte Heinrich iſt klüger geweſen, als wir; er hat unſere Schwächen erkannt, während wir uns des Sieges gewiß dünkten. Warum bin ich der Hauptmann der Sternritter? Um ihr Führer zu ſein, daß ſie ſich meinem Willen unterwerfen; das haben ſie nicht gewollt; wie ſie die Herrſchaft des Landgrafen nicht ertragen konnten, ſo mochten ſie auch keinem Führer aus ihrer Mitte ſich unterwerfen; ſo fochten ſie vereinzelt machten nur von ihren Burgen aus Einfälle in's Land, während ſie hätten nach einem gemeinſchaftlichen Plane mit mir in die Fehde ziehen ſollen; der Landgraf that ſie einzeln ab und mich endlich dazu!

Ihr klagt Euch ſelbſt an, Otto fiel Breido von Ranzau ein;warum habt Ihr keinen Kriegsplan entworfen? Wir haben gethan, wie Ritter gewohnt ſind, jeder von ſeiner Veſte aus.

Wird man nicht erſt durch Schaden klug? Wir haben es dumm angefangen, Breido! Was kann es mir nun nützen, daß Ihr Sterner von den vereinzelten Burgen aus das Land verwüſtet, Schätze und Lebensmittel mit in die Burgen geſchleppt und dann ſo lange geraſtet und die Beute genoſſen habt, bis Ihr auf's Neue hungrig gewor⸗ den ſeid? Das hat die Städter ſchaarenweiſe dem Land⸗