Teil eines Werkes 
1. Theil (1860) Schloss Hardegsen / Hermann von Maltitz
Entstehung
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Der Verräther und Erbſchleicher des Hermann focht immer an der Seite des Schwarzburger's im Werrathale; er war der ſchwarze Ritter mit der goldenen Kette, welcher den jungen Hanſteiner niederſtieß, der vor Hirſchberg zwiſchen Fulda und Hersfeld wie ein hölliſches Geſpenſt auf Euch zufuhr, die beiden Uslar⸗Gleichen an Eurer Seite abthat und Euch gefangen nehmen wollte, als Hans von Heringen

ihn von hinten mit der Axt niederſchlug. Ihr befahlet, ſeine Leiche aufzuhängen, da Ihr es geſchworen hattet, daß er vor Euren Augen in der hohen Luft reiten ſolle, aber des Landgrafen Mannen aus Gießen wollten den Ritter nicht am Baume den Aſt bauen ſehen, und während ſich der Streit um einen Todten zur heftigſten Wuth ſteigerte, ſtiegen die Thüringer mit dem Landgrafen Wilhelm in den Hirſchberg ein; der Alte nahm unterdeſſen den Dornberg damit aber war unſere Macht gebrochen. Der Eckhard, glaubt mir, iſt der Teufel ſelber, der zuerſt das Erbe für einen frommen Beter ſtahl, um ihn vom Paternoſter zu locken und das ungerechte Schwert in ſeine Hand zu zwingen, und der noch im Kampfe um ſeine ſcheinbare Leiche die Gemüther irre führte, daß die Burg in unſerem Rücken und damit unſere feſteſte Stätte fiel; von dem Tage an, wo der Hirſchberg von dem Ritter von Lipsberg an die beiden Landgrafen, trotzdem Ihr die Belagerer vertriebet, abgegeben werden mußte, verfolgte unſere Waffen das Unglück. Poſſen! die Sterner haben Schuld, die Göttinger haben ſich ſchlecht und lau geſchlagen, die ganze Macht der Sterner, mitſammt dem Ziegenhain und Katzenellenbogen