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ſeine Begier bis zum ſtieren Angrinſen. Er wollte eben an die Thür treten, um dieſe zu ſchließen, als Gertrude mit einem plötzlichen Schrei erwachte, das Haupt auf⸗ richtete, die Geſtalt des Mannes und den Lichtglanz im Nebengemache betroffen anſtarrte, vom Seſſel aufſprang und zurückweichend, und mit der Geberde der Flucht gegen die andere Thür, durch welche ſie eingeführt war, in Schreck und Angſt ausrief:—„Wo bin ich?— Hülfe! Gott ſtehe mir bei.“—
Der Herzog hatte ſich ihr ſchnell genähert, ſie mit kräftigen Armen ergriffen und an ſeine Bruſt gelegt.— „Fürchte Dich nicht Täubchen— Du ſtehſt unter mei⸗ nem Schutze“— redete er haſtig—„ſchönes Blümchen meines Landes, ich habe das erſte Recht an Dir!“—
—„Was wollt Ihr! Ach! Ihr ſeid der Herzog, ich flehe Euch an, habt Mitleid mit mir.“—
—„Mehr als Mitleid, warmes, weiches Hühnchen; — ich will Dich lieben, wie Du es verdienſt; Kaſtanien⸗ Auge— ſieh mich dreiſter an; komm, wir wollen uns ſetzen und mit einander koſen— ſüßes Blut— ſträube Dich nicht— Du biſt ohne Willen, wenn Dein Herr Dich zu ſeiner Luſt erkieſet;— Mädchen!— Willſt Du ungehorſam ſein? Mache mich nicht heftig!— Laß Deine Gegenwehr, komm, Du ſollſt auf einem Schloſſe le⸗ ben, wie eine Edeldame, ſchöne Kleider tragen— ſtill— ſchweig— zum Teufel, ſei willig!— Täubchen, ſüßes Blut— komm— komm!“—
Bei dieſen hier zuſammengedrängten Worten hielt der Herzog das anfangs befangene ängſtlich horchende Mäd⸗ chen feſt mit den Armen an ſeine Bruſt, auf den langen


