Teil eines Werkes 
1. Theil (1860) Das Turnier zu Göttingen / von Hermann von Maltitz
Entstehung
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glänzenden Augen uns trafen, waren wir auch ſchon von Reiſigen umringt. Ich erkannte den Vogt von Grone, den wilden Hans Druchtleif, der dem Herzoge einſt auf der Jagd das Leben gerettet und in ſeiner beſonderen Gunſt ſtehen ſoll.Was ſehe ich? des Maſchmüllers Tochter! rief erheda, faſſet den Burſchen, hebt mir das Mädchen auf's Pferd! Da zog mich, noch ehe die Knechte des Vogts Befehle ausführen konnten und einer von ihnen vom Sattel ſtieg, das Mädchen an des Vogts Pferd und rief:Thuet ihm kein Leid, Herr, er iſt eines Göttinger Bürgers Sohn; er hat mich aus des Räubers, des Hanſteiners Händen befreit, danket ihm dafür in des Herzogs Namen! Der Vogt ſah das Mädchen mit liſtigem, wohlgefälligen Lächeln an, dann ſchleuderte er einen flammenden Blick auf mich, ach⸗ tete meiner Rede nicht und rief höhniſch:Der Burſch trägt Armbruſt und Jagdgeräth und iſt über die Land⸗ wehr der Stadt hinaus auf herrſchaftlichem Revier be⸗ troffen; wenn ich ihn mitnehme und in das Hunde⸗ loch zu Grone ſtecke, ſo thue ich nach des Herzogs Be⸗ fehl und meines Amtes Pflicht. Da Ihr aber, ſchöne Gertrude, für ihn bittet, ſo will ich Euren Liebesdank ver⸗ dienen und ihn laufen laſſen. Und mit einem Winke zu den Knechten rief er:Nehmet ihm das Jagdgeräth und die Armbruſt weg, ſuchtelt ihn und laßt ihn laufen.

Es entſtand ein Kampf; ich ſetzte mich zur Wehr, rief

des Herzogs Landfrieden an und behütete dabei das flehende, händeringende Mädchen; ich erkannte an ihrer Rede und Angſt um mich, daß ich ihr nicht gleichgültig geworden ſei; da ritt mich ein rieſiger Knecht nieder und