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anthut, mein Haus zu betreten, ſo weiß ich recht gut, daß ſeine Ritter und Amtleute mir das mit Scheelſucht nicht gönnen und darauf bedacht ſind, des Herzogs Gunſt eine böſe Deutung zu geben und ſeinen Sinn von den Bürgern abzulenken.“—
„Ja, Euer ſchönes, junges Weib ſtach dem Herzoge in die Augen und es wäre vielleicht an Euch, ſich für des Herzogs Gnade vor der Zeit zu bedanken.“—
„Sprecht das nicht, Tiele! Bei dem heiligen Pankra⸗ tius, Ihr bringt mich auf!“— rief Werner Roden, und ſeine Augen blitzten und ſeine Hand ſchlug faſt auf das Wehrgehäng;—„ich habe ein ehrſam Weib und wer meines Hauſes Schwelle in ſündigem Wohlgefallen an meines Weibes Geſtalt betreten würde, dem würde ich mit meiner guten Streitaxt ein erſtes und letztes Will⸗ kommen geben, einerlei, ob Herr oder Knappe.— Nein, Freund, der Herzog will mit uns hinfort in Frieden leben, unſere Privilegien achten, die Ritter unter das gute Landrecht zwingen und uns durch das hier veranſtaltete Tournier beweiſen, daß er die Stadt ehren und begün⸗ ſtigen möchte. Wohnt er doch ſchon ſeit länger als vier⸗ zehn Tagen in Göttingen, jagt mit den Bürgern nach Herzensluſt und verkehrt die blutige Fehde in ein ergötz⸗ lich Waffenſpiel.“—
„Gott gebe es! Ich wünſche, Werner, daß Ihr nicht irret; denkt an die von Hanſtein— an die Harzburg;— ich will's glauben, daß er der frommen Herzogin milden Einfluß erfährt und ſich vor neuem Bannſtrahl der Kirche hüten mag, da er inne geworden iſt, wie ſchwer es hält, in die chriſtliche Gemeinſchaft wieder aufgenommen zu


