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hat in dem Gaſthofe auf dem Wege nach Geismar ein Pferd gefunden, worauf ein bürgerlicher Mann gekommen i*ſt, der ein Geſchäft in der Stadt zu haben vorgegeben hat; des Schulzen Knechte, die zufällig am Gaſthofe geraſtet und die Pferde in den Stall geführt haben, wollen das Pferd des Fremden als ein heſſiſches aus des Landgrafen Stalle erkennen, das der Herzog vor einem Jahre mit vielen anderen dem Landgrafen geſchenkt hat. Es iſt ſo⸗ gleich Verdacht entſtanden, daß ein Spion in der Stadt ſei, der die Sache des Herzogs und den Willen der Bürger auskundſchaften wolle; man hat einen Mönch, der nicht barfuß iſt, vom Bollrutz nach dem Albanithore ſchleichen ſehen;— der Schulze hat Reiſige geſandt, um Euren Rückweg zu ſichern— laſſet uns aufbrechen— es iſt eine Zeit der Fehde und die Dunkelheit des Feindes Gehülfin.“
Margarethe hatte dieſe Mittheilung mit ſtummem Schreck und angſtvollem Umherſchauen angehört; ſie wollte dem
furchtſamen Gedanken, der ſie erfüllte, folgen und den Weg
hinuntereilen, wo der Ritter verſchwunden war, aber Henriecus hielt ſie zurück.—„Kommt dort hin“— ſagte er—„ich glaubte vorhin ein Geflüſter in der Kirche zu hören, es iſt auch unruhig in der Stadt geworden.“ Margarethe ſah in die von Mondlicht und ſchwarzen Schatten unheimlich vergrößerten Räume der Kirche und ihre Hand zitterte, als ſie den Schleier zurückwarf.— „Was wollt Ihr beginnen?“ fragte Henricus beſorgt, als ſie in den dunklen Kreuzgang trat.—„Da man im Hauſe Gottes keine Gewalt gebrauchen darf, ſo haben die Häſcher die Thüren beſetzt— begebet Euch nicht in Gefahr!“—


