Teil eines Werkes 
2. Theil (1860) Das Turnier zu Göttingen / Hermann von Maltitz
Entstehung
Einzelbild herunterladen

252

gelüftet; ein Paar glänzende, ſchwärmeriſch heiße Augen waren auf die Erſchrockene gerichtet; eine goldene Kette ſchimmerte am Halſe des unter dem geiſtlichen Gewande Gerüſteten.Ja, ich bin's! ſprach erich konnte nicht dem Streite um Ehre und Recht entgegengehen, ohne noch einmal Enren Blick gefühlt, ohne Eure Verzeihung, Euren Segen empfangen zu haben! Angebetete Margarethe, Herzogin! Wendet das Auge nicht von mir ab ich war's, der Eurem Herzen Sorge, Eurem Auge Thränen verurſacht, hört meine Rechtfertigung, und dann ſegnet, oder verdammet mich.

Eckhard! Ritter! Was wagt Ihr? Ihr wäret ver⸗ loren, wenn man Euch in Göttingen erkennen würde ach! warum macht Ihr mir dieſe Angſt?

O! Angſt fühlt Ihr um mich? So bin ich Eurem Herzen etwas werth? Das war es ja, was ich erfahren wollte; Ihr durftet mir nicht zürnen!

Ihr ſeid hier in Gefahr mein Gemahl zürnt auf Euch Ihr wiſſet wol nicht

Ja, ich weiß, daß die Sterner und ihr Anführer mich für vogelfrei erklärt haben aber müßte ich auch hier vor Euren Füßen ſterben, ich habe ehrenhaft gehandelt, deß' müßt Ihr gewiß ſein.

Eckhard was wollt Ihr? O, wie ängſtigt Ihr mich wenn man uns hier belauſchte, überraſchte, Ritter, um

Gottes Willen! man würde mich ſchonungslos anklagen, das Land verrathen zu haben!

Ich mußte von Eurem Munde hören, ob Ihr mich