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Kinder zu verlieren haben, halten's mit friedlichem Ge⸗ werke.—
„Glaubt mir, die jungen Leute freuen ſich auf eine Fehde. Als ich heute früh die drei Ritter in das Nicolai⸗ Thor einreiten ſah, flogen drei weiße Tauben über ſie hin nach Südweſten— das bedeutet Frieden zwiſchen Heſſen und Göttingen.“
In dieſem Augenblicke eilte ein Bürger in den Raths⸗ keller und rief mit Lebhaftigkeit:—„Wißt Ihr ſchon, was ſie drüben im Kaufhauſe eben abgeſtimmt haben?— Der Helmold hat geredet, wie noch Keiner, der Bürgermeiſter und Werner Roden konnten ihm nichts anhaben— die Stadt will dem Herzoge die Hülfe gegen den Landgrafen ab⸗ lehnen.“—
„Da haben wir das Unglück!“ rief Fiſcher—„nun kann es uns ergehen wie den Lüneburgern.“—
„Merkt Ihr denn nichts“— ſagte Helmicus, den Fin⸗ ger liſtig an die Naſe legend;—„der Rath iſt nicht ſo dumm, eine ſchöne Gelegenheit unbenutzt zu laſſen und ſeine Hülfe umſonſt einzuwilligen; das wird erſt einige neue Pri⸗ vilegien einbringen, die Erlaubniß, mehr Wartthürme und Landwehren zu bauen, Schutzbriefe für Weg, Verkehr und Gerichtsbarkeit.“——
Vierzehn Tage waren vergangen. Es verließ zur Zeit der Dämmerung, während der Vollmond über den Hügeln der Oſtſeite der Göttinger Landſchaft emporſtieg, Herzogin Margarethe, ſchwarz gekleidet, tief verſchleiert und von Hanna


