Teil eines Werkes 
2. Theil (1860) Das Turnier zu Göttingen / Hermann von Maltitz
Entstehung
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ſpäter von einer Magd in einem Keller gefunden und auf ſein flehentliches Bitten von ihr befreit; die Gefangenen mußten ſchweres Löſegeld zahlen, Magnus aber ſchnob Wuth und Verzweiflung; neulich, vor wenig Tagen, ſtieß er bei der Wolfsburg mit dem Herzoge Albrecht von Meck⸗ lenburg, der mit Albrecht von Sachſen befreundet iſt, zu⸗ ſammen, aber er wurde auch hier geſchlagen und ſitzt jetzt hülf⸗ und waffenlos auf dem Schloſſe Wolfenbüttel, um auf künftige Rache zu ſinnen.

Habt Dank, Meiſter Fiſcher ſprach der Stadt⸗ ſchreiber,für Eure Geſchichte, die ſehr lehrreich iſt.

Ja meinte Frieſenman kann viel daraus lernen.

Aber nur Friedfertiges fiel der Stadtſchreiber ein;wir können mit unſerem Otto zufrieden ſein, ſo ſchlimm iſt er doch nicht, obgleich er aus braunſchweigiſchem Blute ſtammt und ein Welfe iſt, die heißes, welſches Blut haben, welches dem Süden eher, als dem Norden ange⸗ hört.

Wir kennen den Herzog Otto noch nicht meinte der Büchſenmeiſter;wenn die Stadt es den Lüneburgern gleich thäte, was würde er anders handeln? Und wir haben den Bollrutz in der Stadt, das Nicolaithor gehört dem Herzoge allein wir können uns gar nicht ver⸗ theidigen.

Denkt nicht daran, Hinke ſagte Fiſcher; Ihr ſeid zwar des Waffen⸗ und Schießhandwerkes Mei⸗ ſter, und Jeder ſucht in ſeinem Fache das Meiſterſtück zu machen, aber wir älteren Bürger, die wir Haus und