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die Bürger, die die Burg ſchon inne hatten, warfen ihm einen Stein hinunter und riefen:„bringe dieſe Nachricht dem Herzoge.“ Schon am andern Tage ritt Albrecht von Sachſen mit ſeinem Vetter Wenceslaus in Lüneburg mit großer Pracht ein, nahm das ganze Land in Beſitz und eroberte ſchnell Harburg, Lüdershauſen und Winſen; aber die Burg bei Winſen hielt ſich und als Magnus herbei kam, mußte Albrecht weichen; er warf ſich aber nach Han⸗ nover, wo die Bürger ebenfalls dem Herzoge Magnus feind⸗ lich geſinnt waren, beſtürmte die Burg Lauenrode an der Leine, hart vor der Stadt, und ſchenkte ſie den Bürgern, welche ſie bis auf den Grund niederriſſen und mit den Stei⸗ nen eine Stadtmauer aufrichteten.
„Ich wollte, wir könnten es auch ſo machen“— flü⸗ ſterte der Büchſenmeiſter dem Frieſen in's Ohr.
Fiſcher fuhr fort:—„Nun könnt Ihr Euch die Rachewuth des Magnus' denken; am 21. October vorigen Jahres, am Abend, zogen in aller Stille kleine Haufen Ritter und Reiſige über die Haide und ſammelten ſich, unter den Anführern Heinrich von Homburg und Sievert von Salder mit dem Kruck, an einem heimlichen Orte nahe bei Lüneburg; die Bür⸗ ger ahnten nichts Böſes, hatten die Wälle verlaſſen und ruhe⸗ ten von den vielen Anſtrengungen. Da ſtiegen in der Nacht die Herzoglichen auf Leitern zwiſchen dem Kalkberge und der Sülze, wo die Mauer am niedrigſten war, ihrer 700 an Zahl, in den von Eſtorf'ſchen Hof und ſo in die Stadt. Erſt bei Tagesgrauen brachen ſie über die Bürger los, ſtießen Jeden, der ihnen in den Weg kam, nieder und zündeten einige Häuſer an. Der Bürgermeiſter Heinrich Viskule


