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Rathsherren auf das Schloß und ließ ſie gefangen halten. So zahlte die Stadt die 600 Mark gegen Auslieferung der gefangenen, angeſehenen Bürger und Abgabe der Schlüſſel, aber es grollte furchtbarer Haß gegen den Herzog in den Gemüthern, und als deßhalb voriges Jahr Magnus in Celle war, brach das Gewitter los. Am Abende vor Lichtmeſſe füllte ſich das Michaeliskloſter unter der Burg mit Frauen und Mädchen, um Ablaß zu nehmen, es kamen viele Bür⸗ ger zur Beichte. Unterdeſſen gingen zwei Männer in ge⸗ wöhnlicher Hauskleidung nach den Schloſſe hinauf und baten um Einlaß, da ſie den Schloßhauptmann ſprechen müßten. Kaum hatten ſie Eingang bei dieſem gefunden, ſo ſtießen ſie ihn nieder, warfen ſeine Leiche in den Graben und in demſelben Augenblicke verwandelten ſich in der Klo⸗ ſterkirche die Frauen und Mädchen in gerüſtete Männer, drangen in die Burg und machten alle Knechte nieder. Der. Schloßvogt Siegbrand vom Berge, der eben gemächlich unten in der Zelle des Abtes im Kloſter Michael ſaß, die Kunde vernehmend, ſtürzte in das Schloß, ſchalt und drohete, aber der Fleiſcher Rodewaldt verſetzte ihm mit der Axt drei Hiebe auf den Kopf und erſt um Mitternacht warfen ſie den böſen Schalk in eine Grube.“—
„Das lobe ich mir“— ſagte Frieſen—„ſolche Ves⸗ per bringt den Bürgern die beſte und ſchnellſte Abſolution; aber der Herzog iſt doch bei der Nachricht des Teufels ge⸗ worden?“—.
Es hatte kaum den andern Morgen gedämmert, ſo erſchien ein Knappe aus Celle vor der Burg, um den Schloßhauptmann vor den Lüneburgern zu warnen, aber
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