Teil eines Werkes 
2. Theil (1860) Das Turnier zu Göttingen / Hermann von Maltitz
Entstehung
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Daſſelbe, welches er verkaufen mußte, um ſich aus der Gefangenſchaft des Hildesheimer Biſchofs loszumachen ſetzte Helmicus hinzu.

Nun wurde der junge Magnus übermüthig, üppig, trieb mit wüſten Genoſſen tolle Streiche, fing Händel und Fehden an, die dem Lande ſchadeten, und ſein Vater rief im Zorne, als alle Bitten und Drohungen nichts fruch⸗ teten, daß er ſeinen eigenen Sohn bekriegen und mit eige⸗ ner Hand hängen wolle. Da ließ ſich der Sohn, um ſeinem Vater zu ſpotten, eine ſilberne Kette machen, die er immer am Halſe trug, damit ihn der Vater daran, und nicht an einen gemeinen Strick, hängen möge. So wurde er Magnus mit der Kette geheißen.

Auf lateiniſch: Torquatus fügte Helmicus hinzu.

Iſt er denn mit den Lüneburgern fertig und zur Ruhe gebracht? fragte FrieſenIhr habt ja einen Vetter in Celle, Meiſter Fiſcher, erzählt uns einmal die Geſchichte.

Ja, von dem Ueberfall rief der ſtädtiſche Büchſen⸗ meiſter,man kann immer was daraus lernen.

Ihr wiſſ't, daß der Herzog Wilhelm von Lüneburg des Kaiſers Friedrich II. Verfügung, daß die Braunſchweig⸗ Lüneburgiſchen Lande auf die weibliche Linie als Kunkel⸗ Lehen übererben ſollten, nicht achtete, da er den unruhigen Sinn ſeiner Braunſchweigiſchen Vettern fürchtete, und den Kaiſer Karl IV. anging, falls er ohne männliche Nach⸗ kommen ſterben ſollte, den Herzog Albrecht von Sachſen damit zu belehnen; dieſer ging mit ſeinen Vettern Wences⸗

laus und dem Reichsmarſchall Rudolph an des Kaiſers Hof Maltitz, Herzog. II.