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Rathhauſes beim Weine ſitzen und, da ſie weniger zu ver⸗ lieren hatten, mit größerer Gemüthlichkeit die Frage des Tages beſprachen. Wir finden hier den alten Bäckermei⸗ ſter Heinrich Fiſcher, den Stadtſchreiber Helmicus, den Schmied Curd Meiſen, den Krämer Johann Frieſen und den Büchſenmeiſter Caspar Hinke wieder.
„Was habt Ihr heute im Bäckergildehauſe beſchloſſen?“ — fragte der eben angekommene und ſich neben Fiſcher ſetzende Stadtſchreiber.
„Wir wollen nicht“— antwortete jener.
„Das wird ſeine, Schwierigkeiten haben, lieber Mei⸗ ſter“— verſetzte Helmicus, die Augenbrauen bedenklich aufziehend;—„es ſoll mich wundern, was ſie heute Abend drüben im Kaufhauſe beſchließen; man ſieht viele Schatten mit lebhaften Geberden an der Wand ſich be⸗ wegen; der Bürgermeiſter und die Rathsverwandten ſind
oben.“ „Was geht uns die Fehde der Herzogs an? Wir ſind mit den Landgrafen gut Freund“— meinte Curd
Meiſen;—„unſer Gilden hat heute auch für den Frieden geſprochen.“
„Lieben Leute“— ſagte der Stadtſchreiber,—„ſprecht was Ihr wollt, Ihr müßt am Ende doch mit dem Herzoge halten. Der Rath ſieht das auch ein und ſtimmt für Freundſchaft mit dem Herzoge.“—
„Schöne Freundſchaft, Hund und Katze, Fuchs und Huhn, glaube das!“— rief Frieſen.
„Ganz richtig, lieben Freunde— ganz richtig, Hund und Katze; aber laßt Euch das einmal expliciren. Die


