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die Herzogin, indem ihr den Vater ihres Kindes ſchont und nicht kränkt, was ſie achten muß!“—
„Ha!“— fiel Helmold ein, als er Freitag's zufrie⸗ denen Blick empfing—„für die Herzogin laſſe ich mein Leben und es iſt Keiner im Lande, der nicht denkt wie ich! — Suchet ihrem Blicke zu begegnen und lauſchet, ob er hell oder trübe iſt; fraget ihr Auge, und ihr werdet gewiß, ob Ihr Recht oder Unrecht thut. Ziehet in den Krieg, ich bleibe heim— rüſtet gegen unſeren wahren Feind— ich rüſte als der Erſte!“—
Der Gildemeiſter der Tuchmacher nahm das Wort: —„Mit Leidenſchaft kommen wir nicht zu Ende; zum Glück iſt kein falſcher Mann unter uns, der dem Herzoge oder ſeinen Amtleuten hinterbrächte, was hier geredet iſt. Der Herzog iſt mit ſeinen braunſchweigiſchen Vettern ge⸗ ſpannt und er hat eher Fehde als Hülfe von ihnen zu er⸗ warten; aber der Magnus mit der Kette iſt ein noch ſchlimmerer Herr als der Otto, und da er jetzt die Lüne⸗ burger nicht zwingen kann und von Hannover verjagt iſt, ſo könnte er die Fehde des Quaden mit dem Landgrafen benutzen, ſeiner Eroberungsgier zu folgen und vom Harze aus in Oberwald einbrechen. Rüſten müſſen wir uns je⸗ denfalls— und das Heſſenland iſt auch nicht zu ver⸗ achten.“—
Da ſich die Meinungen nicht einigen konnten und die meiſten Bürger dieſer Verſammlung zweifelhaft zwiſchen Abneigung und Furcht blieben, ſo verlaſſen wir das
Kaufhaus und lauſchen einer Geſellſchaft anderer Bürger
aus dem Mittelſtande, welche im Keller des benachbarten


