— 237—
brächte.— Verflucht iſt die Hand, welche dem Herzoge beiſteht, wo es ſich um Gefahr unſerer Rechte handelt, aber verflucht der Mund, der ſie muthwillig auf's Spiel ſetzt und dem Haſſe Worte und Rath leihet, verflucht die That, die einen leidenſchaftlichen Feind aus einem gezwun⸗ genen Freunde macht und ihn herausfordert, wo wir ihm nicht widerſtehen können, oder den Schein des Unrechts und gebrochener Urfehde gegen uns haben!“—
Ein Bravo erſcholl von vielen Stimmen; der Bürger⸗ meiſter eilte auf den Rathsherrn zu, um ihn zu umar⸗ men, Tile Freitag und Rauſchenplaten reichten ſich unter bedeutſamem Blicke die Hände. Jetzt hielt ſich Helmold nicht länger; er zog ſein Schwert, ſchwang es hoch durch die Luft und rief:—„Verflucht iſt meine Hand und Waffe, wenn ſie jemals des Herzogs und ſeiner Ritter räuberiſche Gelüſte vertheidigen! Was er mit den Sternern theilen will, mag er mit ihnen auskämpfen; ſoll ich Euch in's Gedächtniß rufen, was er und ſie an uns und unſerem theuerſten Gute gefrevelt haben? Mein Blut kocht, wenn ich von ihm höre, Haß, tödtlichen Haß habe ich ihm ge⸗ ſchworen, ſo oft ich ihn ſah oder von ſeinem Daſein er⸗ fuhr; Haß tobt in mir auf, ſobald ich von einer frommen Opferſpende der Herzogin höre, denn es iſt jedesmal ein Zeichen, daß er das himmliſche Gemüth der edlen Frau durch einen Frevel an ihr oder dem Lande gekränkt hat!“— Helmold!“— rief Werner Roden mit ſtrafendem
7,


