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abgelauſcht und die funkelnden Augen nicht von ihm ab⸗ gewendet; Helmold, der ſich herangedrängt hatte, ſtand neben dem Freunde, ſchlug ihn auf die Schulter und rief: „Ihr ſeid der rechte Mann; ich ſtehe bei Euch; wo iſt einer von den jungen Bürgern, der nicht nach Dem ver⸗ langte, was eben unſer Ohr als unſere eigene Sprache hörte?“—
„Laßt Euch umarmen, Tile!“ rief Rauſchenplaten— „Zum Teufel mit Herzog und Rittern!“—
„Halt!“ erſcholl eine Stimme von der Seite der Rathsmänner und Werner Roden ſtand auf, hob die Hand empor und machte ſich durch die ineinander redenden Stimmen vernehmbar.—„Halt! Ihr predigt Aufruhr! — Wie möchtet ihr das Schickſal unſerer Stadt von Eurer Leidenſchaft und Eurem umgeſtümen Haſſe abhängig machen? Ihr wollt ohne Beſonnenheit einen Feind reizen in einer Zeit, wo wir am Schwächſten und er am Mäch⸗ tigſten iſt? Hört mich!— Ich liebe nicht Aufruhr; der Herzog iſt unſer Herr von Gottes Gnaden und wir ſollen ihn dafür ehren; ich liebe aber den Frieden, als der Bür⸗ ger und unſerer Stadt einziges Mittel zur Macht und Freiheit;— laßt uns mit dem Herzoge vernünftig reden; — macht er durch Krieg unſere Stadt arm, ſo ſchadet er ſich ſelbſt; iſt aber ſeine erſte Stadt im Herzogthume reich, mächtig und an Freundſchaft ſtark, ſo iſt es ihm ein eigener großer Gewinn. Ich fürchte den Krieg, denn er wird uns viel Geld koſten und unſere großen Neubauten, das begon⸗ nene Rathhaus und die Jakobikirche werden in's Stocken gerathen; was ſagt Ihr aber, wenn der Herzog in Heſſen


