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Sache nicht, dem Herzoge und ſeinen Sternern die Ehre und Haut zu Markte zu tragen, damit ſie ihren räuberi⸗ ſchen Gelüſten dienen. Helft nur dem Quaden und den Rit⸗ tern, damit ſie noch übermüthiger und die Wege noch un⸗ ſicherer, die Städte noch mehr geplündert werden!“— Dieſe kräftige Sprache des angeſehenen, reichen Man⸗ nes, der zugleich ein muthiger Anführer der Bürger in früheren Fehden und um den Wohlſtand der Stadt verdient war, gab der Berathung ſchnell einen leidenſchaft⸗ lichen Charakter und die Meinungen traten offener, aber auch ſchroffer einander gegenüber.—„Was iſt die Aufgabe der Städte?“— fragte Tile Freitag, als der Bürgermeiſter geäußert hatte, daß die Stadt Göttingen von der Gunſt des heftig geſinnten Otto Alles zu gewinnen, von ſeinem Zorn Alles zu verlieren habe—„was ſollen die Bürger anſtreben, wenn ſie ihre Zeit, ihre Rechte, ihren Vortheil begriffen haben? Knechte und Beute für fürſtliche und adelige Herren ſind die Bürger und Bauern lange genug geweſen, Narren, die unter eines Mächtigeren Friedens⸗ briefe ſo lange arbeiten und erwerben, bis es ſich der Mühe lohnt, ihnen den Beutel und das Haus auszuleeren, um dann einen neuen Kainspact zu ſchließen. Fürſten und Ritter ſind unſere geborenen Feinde und ſie ſehen unſeren Wohlſtand mit ſcheelen Augen an, halten uns für ſchlechter, weil wir durch Fleiß und Gewerbe, ehrlichen Kauf⸗ und Pfandbrief unſere Güter mehren, während jene nur Stehlen, Rauben und Schwelgen verſtehen! Seid Ihr blind gegen den Stern, den der Herzog mit ſeinen Rittern auf Helm und Schild geſteckt hat? Iſt er nicht ein Zeichen des Bundes, der


